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Geschichtlicher
Überblick
Die Gründung von Goggenbach
dürfte einige Jahrhunderte vor der urkundlichen Erstnennung im Jahre
1345 erfolgt sein. Noch nicht erforscht ist die Erwähnung der „villa
Goggenbach“ in einer Urkunde des Staatsarchivs Stuttgart aus dem Jahre
12931.
Die Erforschung der Besiedlung des Goggenbachtals wird durch das Fehlen
schriftlicher Quellen und archäologischer Funde wesentlich erschwert.
Die Frage, ob Goggenbach durch Rodung des Ohrnwaldes von Westen her,
oder durch Erschließung der Hochfläche vom Kochertal, von Döttingen aus,
entstanden ist, kann nicht befriedigend beantwortet werden.
Grundherren waren die die Herren von Bachenstein als Lehensleute der
Hohenlohe, die Besitz und Ortsherrschaft bis 1488 nach und nach den
Hohenlohe verkauften. Die Beteiligung der Herren von Döttingen und
Bachenstein an der Gründung der Ortschaft ist nicht bezeugt, kann aber
auch nicht ausgeschlossen werden, dafür sprechen die Eigengüter der
Bachensteins in diesem Dorf. Die überdurchschnittlich große Markung und
Allmende des Dorfes stehen für eine möglicherweise frühe Gründung des
Ortes. Die späteren aus grundherrlichen Anlagen hervorgegangenen
Siedlungen besaßen allgemein nur eine kleine Markung und keine oder nur
eine kleine Allmende.
Grundherrschaft war Hohenlohe-Kirchberg, das auch zum Teil den Zehnten
bezog, einen anderen Teil desselben die Herren von Stetten zu
Kocherstetten und die Pfarrei Eschental. Die Grundlasten flossen an
Hohenlohe-Kirchberg, die Almosenpflege Öhringen, die fürstliche
Herrschaft Hohenlohe-Waldenburg und die Almosenpflege in Künzelsau.
1345 wurde das Lehensbuch der Hauses Hohenlohe anlegt, in dem „Gockenbach“
zum ersten Mal urkundlich genannt wird. 1408 werden Gülten in Goggenbach
an Kloster Gnadental verkauft. In einer Urkunde von 1430 bestätigt
Eberhardt von Bachenstein, daß er 1/3 des großen und kleinen Zehnten in
„Gockenbach“ von Hohenlohe zu Lehen hat. 1433 verkauften Hans von
Bachenstein und sein Bruder Eberhard ihre Güter und Rechte in Kupfer,
Beltersrot und Übrigshausen und tauschten dafür ihr Lehen zu „Gockenbach“.
Götz von Bachenstein der Jung verkaufte 1451 etliche Güter zu Goggenbach
an die Herren Kraft und Albrecht von Hohenlohe. 1473 wurde Johann von
Bachenstein von Hohenlohe mit 1/3 des großen und kleinen Zehnten belehnt
und er und sein Vetter Götz verkauften 1488 an Hohenlohe Zinsen, Gülten
und Gerechtigkeiten und den Weiler selbst.
Goggenbach gehörte zum Amt Hohenlohe-Kirchberg in Döttingen. 1553 fiel
es mit dem Amt Döttingen an Hohenlohe-Neuenstein und gehörte nach 1806
zum Patrimonialmt Kupferzell im Oberamt Neuenstein, seit 1809 zum
Schultheißenamt Kupferzell im Oberamt Öhringen. 1813 bis 1823 gehörte
Goggenbach zum Schultheißenamt Westernach. Dann vereinte sich Goggenbach
mit Eschental und Einweiler zu einer Gemeinde, die aber nicht lange
Bestand hatte. Goggenbach trennte sich von Eschental und war ab 1826
eine selbständige Gemeinde. 1938 kam es an den Kreis Hall, seit 1973
zählt es zum Hohenlohekreis.
Gemeindearchiv Kupferzell
Andreas Volk

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